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Darüber hinaus wird der Bau neuer Atomkraftwerksblöcke in Litauen, Polen, der Slowakei, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Rumänien, Ukraine, Bulgarien, Serbien, Russland, den Niederlanden und der Türkei diskutiert. Am weitesten gediehen sind die Pläne in Rumänien, Bulgarien und der Slowakei. Obwohl Rumänien eines der Erdbeben-gefährdetesten Länder Europas ist, befindet sich im rumänischen Cernavoda ein Reaktorblock in der Testphase, zu zwei weiteren Reaktorblöcken ist gerade eine Umweltverträglichkeitsstudie vorgelegt worden. Das bulgarische AKW Belene soll die russische Firma AtomStroyExport gemeinsam mit der deutsch-französischen ArevaNP (34% Siemens) errichten, die geplante Finanzierung ist allerdings weggebrochen, nachdem sich deutsche Banken zurückgezogen haben. Im slowakischen Mochovce rottet die Baustelle der Reaktorblöcke 3 und 4 seit über 10 Jahren vor sich hin. Die Reaktoren sollen fertig gestellt werden, obwohl erst 2005 ein österreichisches Gericht festgestellt hat, dass schon von den betriebenen Blöcken 1 und 2 eine Gefährdung von Gesundheit und Leben ausgeht. Viele Länder betreiben mit ihren Plänen Geheimniskrämerei - nach der ersten Ankündigung von neuen Reaktoren wird nur noch wenig öffentlich bekannt. Die türkischen Nuklearpläne z.B. werden hinter verschlossenen Türen besprochen.