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Öl, Gas und Bergbau
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Öl, Gas und Bergbau
Rohstoffreichtum erweist sich für wenig entwickelte Länder oft als Fluch und keineswegs als Segen: vor Ort hat die Ausbeutung von Rohstoffen schwerwiegende Schäden für Menschen und Umwelt zur Folge: Kupfer, Silber und Gold werden zunehmend großflächig im Tagebau –also oberirdisch wie Braunkohle – abgebaut. Dabei ist eine moderne Goldmine im Prinzip eine chemische Fabrik unter freiem Himmel.

Ölförderung sorgt ebenfalls für die großflächige Verseuchung ganzer Landstriche wie Beispiele aus Sibirien und Nigeria zeigen.

Und auch die Gesellschaft profitiert selten: Armut wird verschärft, ungleiche Verteilung von Einkommen nimmt zu und auch die Korruption steigt.

Diesen Effekt bestätigte die „Extractive Industries Review“, die eine unabhängige Untersuchung der Weltbank-Rohstoffförderung vornahm. Ihr Leiter, der ehemalige indonesische Umweltminister Emil Salim legte im Jahr 2004 einen Bericht vor und stellt fest, dass die Mehrheit der Rohstoffprojekte keinen Nutzen für nachhaltige Entwicklung oder Armutsminderung hatte. Deshalb forderte er den Ausstieg der Weltbank aus Kohle- und Ölförderung und verlangte Mindestanforderungen für die weitere Weltbankbeteiligung an anderen Rohstoffprojekten.