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„Nach bisheriger Erfahrung kann man einem Entwicklungsland nichts Schlimmeres wünschen, als dass Öl auf seinem Territorium gefunden wird. Ölreichtum hat nichts oder nur wenig dazu beigetragen, den Armen dieser Welt zu einem besseren Leben zu verhelfen.“
So schreibt keine Umwelt- oder Entwicklungsorganisation, sondern die Financial Times im Oktober 2003.

Öl und Gas
Der „Fluch des Öls“ trifft die arme Bevölkerung auf verschiedensten Ebenen:

- Vor Ort leiden Lebensraum und Gesundheit durch direkte Verschmutzung, oder Einfluss auf die Nahrungsproduktion, Wasserversorgung und zusätzliche Krankheiten.
- Die Nicht-Öl Sektoren werden verdrängt, was zu volkswirtschaftlicher Instabilität führt.
- Der Versuch der Regierung, den alleinigen Einfluss auf die Öleinnahmen zu erhalten und behalten, führt zu einer Schwächung der Demokratie. Zusätzlich sichern Ölkonzerne ihre Investitionen ab und können so neue Umwelt-, Gesundheits- oder Steuergesetze verhindern.
- Auf regionaler Ebene feuert Ölreichtum oft Konflikte an: Auseinandersetzungen um den Besitz und die Kontrolle von Ölreserven werden mit Waffengewalt geführt, die Waffen aus Öleinnahmen finanziert.
- Global heizt die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas den Klimawandel an. Seine Effekte wie Stürme, Dürren, Meeresanstieg treffen die Armen zuerst.
- Zudem wird das meiste Öl und Gas exportiert, auch wenn es dringenden Energiebedarf im Land selber gibt.

Trotz dieser katastrophalen Bilanz wird die Ölförderung gerade von den Entwicklungsbanken nach wie vor unterstützt. urgewald tritt für eine Änderung dieser Praxis ein und unterstützt Organisationen, die sich vor Ort gegen die zerstörerischen Effekte von Öl- und Gasprojekten wehren.

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