|
Deutsche Banken riskierten ein zweites Tschernobyl

© Jan Haverkamp/Greenpeace
Seit 14 Jahren rottet im bulgarischen Belene die Bauruine eines Atomkraftwerkes vor sich hin. Nun soll sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Deutsche Firmen wollen an dem Geschäft mitverdienen: seit Februar 2006 bewirbt sich der russische Konzern Atomstroyexport gemeinsam mit dem deutsch-französischen Konzern AREVA NP (34% Siemens) darum, das Atomkraftwerk Belene fertig zu bauen. Unverantwortlich angesichts der Tatsache, dass das AKW in einem Erdbebengebiet gebaut und ein unsicherer russischer Druckwasserreaktor errichtet werden soll. Unverständlich auch angesichts der Tatsache, dass der Kraftwerksbau 1992 schon einmal wegen wirtschaftlichen und Sicherheitsbedenken sowie Protesten eingestellt wurde. Unverzeihlich angesichts der Tatsache, dass in Deutschland die Bevölkerungsmehrheit die Atomkraft ablehnt.
Lesen Sie hier unser Briefing zu Belene vom Oktober 2006.
Druck hilft!
urgewald hat zum Protest gegen HVB und Deutsche Bank aufgerufen, die Kredite für den Bau von Belene geben wollten. Viele Menschen sind aktiv geworden und haben ihren Protest gegenüber den Banken kundgetan.
Zusätzlich besuchte urgewald im Mai und Juni 2006 die Aktionärsversammlungen vom Energieversorger E.ON und Commerzbank (die ebenfalls Interesse an der Finanzierung des Projekts bekundet hatte), Hypovereinsbank und Deutscher Bank. Draussen informierte ein großes Transparent die Aktionäre.

Aktivisten in Schutzanzügen und Atemmasken verteilten Flugblätter und Antiatombonbons an die Besucher der Veranstaltungen.
Drinnen thematisierten urgewald und bulgarische Partner das Projekt. Lesen Sie hier die Pressemitteilung zum Besuch der bulgarischen Umweltaktivistin Albena Simenova bei der Aktionärsversammlung der Deutschen Bank.

Banken verabschieden sich!
Während E.ON sein Interesse am Projekt bestätigte, hat die Commerzbank bereits im Mai klar gemacht, dass sie die Probleme des AKW für so schwerwiegend hält, dass sie sich an der Finanzierung nicht beteiligen wird. Im Oktober zogen Deutsche Bank und HypoVereinsBank nach und erklärten, dass sie sich nicht an der Finanzierung von Belene beteiligen wollen.
Weitere Informationen zu dem geplanten Projekt in Belene finden Sie in dem Flyer "Wer Belene finanziert, riskiert ein zweites Tschernobyl", Hier können Sie den Flyer herunterladen (pdf).
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: http://www.bluelink.net/belene/e_index.shtml
Wir bedanken uns für die Unterstützung dieser Kampagne bei der grassroots foundation und bei der

(www.bewegungsstiftung.de) |

|