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Bundesweite RWE-Aktionswoche 2.-8.März 2009
RWE prescht vor: Laufzeitverlängerungsantrag für das uralte AKW Biblis A, atomarer „Pro-Klima-Strom“ und die geplanten Beteiligungen von RWE an so krassen AKW-Neubau-Plänen wie Belene in Bulgarien, Cernavoda in Rumänien, Ignalina in Litauen, oder zuletzt die Ankündigung, in Großbritannien gleich mehrere neue AKW bauen zu wollen.

Diese aggressive Atompolitik dürfen wir RWE nicht durchgehen lassen. Wenn der Konzern sogar ein so umstrittenes AKW wie Belene mitten in einem Erdbebengebiet bauen kann, wird er sich in seiner Geschäftspolitik bestätigt sehen und Belene kann zum Startschuss für eine Welle von AKW-Neubauten zunächst in Osteuropa werden.

Gleichzeitig gibt es gerade an der Belene-Beteiligung im RWE-Aufsichtsrat große Zweifel, die sich zum handfesten Machtkampf zwischen Konzernchef Großmann und dem Aufsichtsrat auswachsen. Damit besteht die Chance, diese Konflikte zu schüren und das Projekt bei RWE zu Fall zu bringen, um so RWE vor Augen zu führen, dass Atomkraft nach wie vor ein Imagekiller ist.

Deshalb plant urgewald mit Partnern eine bundesweite Aktionswoche vom 2.-8. März 2009. In der Woche jährt sich das Erdbeben in Shistov, bei dem 1977 120 Menschen umgekommen sind, nur 12 km vom Belene-Standort entfernt. In dieser Woche sollen in möglichst vielen Orten Proteste zu Belene und RWE stattfinden. Bevorzugt vor RWE-Kundenzentren, wobei zum Beispiel auch enviva oder Eprimo zu RWE gehören.

Da im RWE Aufsichtsrat auch Vertreter der Allianz und die Bürgermeister von Essen, Mülheim und Dortmund sitzen, kann Protest auch vor deren Rathäusern oder vor Allianzniederlassungen stattfinden. Wir beraten Interessierte gern, was an ihrem Standort am besten ist.

Die Proteste müssen nicht kompliziert sein: wenige Leute vor der RWE-/Allianz-Zentrale/ dem Rathaus mit Plakat, Protestpostkarten, einem Flugblatt, einem Stromwechselaufruf, vielleicht einem selbst gebastelten Schokokuss-AKW als Hinkucker („Mann, sind die sicher, Mann“) für die Passanten und einem Brief an RWE/Allianz/Bürgermeister. Wir stellen Infos, einen Aktionsleitfaden, Plakate, Postkarten, Flugblätter und Briefe zur Verfügung. Damit der Protest breit wird und RWE wirklich weh tut, suchen wir noch viele Menschen, die sich beteiligen.

Wir freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen bei heffa@urgewald.de und im urgewald Büro 02583/1031.