Zellstoffplantagen zerstören Südafrikas wertvollen Savannen
Südafrikas Naturschätze beschränken sich nicht auf den Krüger-Nationalpark. Besonders wertvoll ist auch die natürliche Savanne, die mit ihren über 4000 Pflanzenarten extrem artenreich ist. Hier kommen viele endemische Arten vor, Pflanzen, die es nirgends sonst auf der Welt gibt.
Bereits 1,5 Millionen Hektar Land sind in Südafrika von Baumplantagen bedeckt. Rund 70% des in Südafrika eingeschlagenen Gesamtrundholzes geht in die Zellstoff- und Papierproduktion. Die exotischen Bäume (Kiefer, Eukalyptus, Akazie) bleiben nicht auf die Plantagenflächen beschränkt, sondern dringen unaufhaltsam wie Unkraut entlang der Gewässer und Feuchtgebiete in die Savanne Südafrikas. Durch die Invasion der Plantagenbäume werden zusätzlich zu den 1,5 Millionen Hektar angepflanze Plantagen weitere 1,7 Millionen Hektar Land besetzt. Sie drängen die heimischen Tiere und Pflanzen immer weiter zurück.
Plantagen sind die Diebe des Wassers!
Die Wasservorräte in Südafrika sind knapp. In ländlichen Gegenden müssen die Menschen oft weit gehen, um Trinkwasser zu bekommen. Die Wasserknappheit wird durch die Plantagen noch verschärft: Die exotischen Bäume benötigen viel mehr Wasser, als durch den Regen nachkommt und senken den Grundwasserspiegel immer weiter ab. Die Menschen berichten, wie ihre Brunnen nach der Plantagenanlage austrocknen. Sie haben nicht mehr genug Wasser zum Bewässern ihrer Felder. Zusätzlich wird das Wasser durch die auf den Plantagen verspritzten Chemikalien verschmutzt.
Alternativer Waldschadensbericht
Papierimporte aus Südafrika nach Deutschland
Die größten Zellstoffkonzerne in Südafrika sind Mondi und Sappi. Kopierpapier aus Südafrika, z.B. hergestellt von Mondi, gelangt auch auf den deutschen Markt.
Hintergrundtext: Firmenprofil des Zellstoffkonzerns Mondi (PDF 52 KB)
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