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Banks, Pulp and People
Deutschland ist Spitzenreiter im Papierverbrauch. Es steht an erster Stelle in Europa und an vierter Stelle weltweit. Riesige Zellstoffplantagen zerstören schon heute die Natur und Lebensräume der Menschen in Ländern wie Brasilien, China oder Indonesien. Allein in den nächsten fünf Jahren will die Zellstoffindustrie weltweit ihre Produktion um mehr als 25 Millionen Tonnen erhöhen, was ein Wachstum um das Fünffache bedeutet.

Die urgewald-Studie „Banks, Pulp and People – a Primer on Upcoming International Pulp Projects“ (in engl. Sprache) gibt einen aktuellen Überblick über umstrittene internationale Zellstoffprojekte, die derzeit in Planung sind. Ziel der investigativen Recherchen ist, Entscheidungsträger, Banken und Öffentlichkeit zu informieren und zu warnen, bevor es zu Fehlinvestitionen und somit zu Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen kommt. Dafür liefert die Studie geeignete Tools und Empfehlungen, wie Banken verhindern können, Zellstofffirmen zu finanzieren, die Landrechte missachten, den Wald illegal roden, die lokale Bevölkerung vertreiben und durch Monokulturen den Wasserhaushalt schwerwiegend schädigen.

Unser Autor Chris Lang (Studium der Forstwirtschaften an der Universität Oxford) ist langjähriger Experte auf diesem Gebiet. Er beschreibt nicht nur die ökonomischen, ökologischen und sozialen Katastrophen durch die stark expandierende Zellstoffindustrie, er befasst sich auch mit der Rolle öffentlicher und privater Banken. Konkrete Forderungen und Risikoanalysen sowie ausgewählte Länderfallstudien runden die Studie ab.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer neuen Website http://www.pulpmillwatch.org sowie in der umfassenden Dokumentation „Alternativer Waldschadensbericht“ (Jan. 06).